Definition Sportschießen mit Luftgewehr oder Luftpistole

Luftgewehr

Sportschießen mit dem Luftgewehr ist eine Präzisionssportart, bei der Schützen mit einem Luftdruckgewehr (Kaliber 4,5 mm) unter kontrollierten Bedingungen auf eine Zielscheibe in einer standardisierten Entfernung von 10 Metern schießen. Ziel ist es, durch eine ruhige Schießtechnik, hohe Konzentration und körperliche Kontrolle möglichst hohe Trefferwerte zu erzielen. Diese Disziplin wird nach festgelegten Regeln in Wettkämpfen auf nationaler und internationaler Ebene durchgeführt, einschließlich olympischer Wettbewerbe.

Wesentliche Merkmale:

  • Waffe: Luftgewehr mit einem Kaliber von 4,5 mm (0.177 Zoll), betrieben durch Pressluft oder CO₂.
  • Distanz: Standardmäßig 10 Meter zur Zielscheibe.
  • Zielscheibe: Bestehend aus zehn konzentrischen Ringen, wobei die Zehn den höchsten Punktwert darstellt (Durchmesser der Zehn: 0,5 mm). Je nach Verband wird auch mit einer Zehntelwertung geschossen, d.h. die 10,9 ist der höchste Punktwert)
  • Schießposition: Meist im stehenden Anschlag (je nach Alter auch mit aufgelegtem Gewehr), jedoch gibt es auch Dreistellungskämpfe (liegend, kniend, stehend).
  • Wettkampfumfang: 30, 40 oder 60 Schuss in einer vorgegebenen Zeit.
  • Regelwerke: Festgelegt durch nationale und internationale Schießsportverbände wie die ISSF (International Shooting Sport Federation), den Deutschen Schützenbund (DSB) oder den Bund der deutschen historischen Schützenbruderschaften (BDHS).

Diese Disziplin erfordert höchste Präzision, mentale Stärke und eine stabile Körperhaltung, da kleinste Bewegungen den Treffer beeinflussen können.

Luftpistole

Sportschießen mit der Luftpistole ist eine Schießsportdisziplin, bei der Schützen mit einer ein- oder mehrschüssigen Luftpistole (Kaliber 4,5 mm) unter kontrollierten Bedingungen aus einer standardisierten Entfernung von 10 Metern auf eine Zielscheibe schießen. Ziel ist es, durch eine ruhige Schießtechnik, hohe Konzentration und präzise Bewegungsabläufe möglichst hohe Trefferwerte zu erzielen. Diese Disziplin unterliegt den Regeln nationaler und internationaler Schießsportverbände und wird auf Wettkampfebene, einschließlich olympischer Wettbewerbe, ausgetragen.

Wesentliche Merkmale:

  • Waffe: Luftpistole mit Kaliber 4,5 mm (0.177 Zoll), betrieben durch Pressluft oder CO₂.
  • Distanz: 10 Meter zur Zielscheibe.
  • Zielscheibe: Durchmesser der Zehn beträgt 11,5 mm (Mitte der Zielscheibe).
  • Schießposition: Einhandanschlag, d. h. die Pistole wird nur mit einer Hand gehalten und abgefeuert.
  • Wettkampfumfang:
    • Männer: 60 Wertungsschüsse in 75 Minuten
    • Frauen & Junioren: 60 Wertungsschüsse in 75 Minuten (seit 2018, früher 40 Schuss)
    • Finals: Die besten 8 Schützen treten in einem KO-System gegeneinander an.
  • Regelwerke: Vorgaben durch ISSF (International Shooting Sport Federation), den Deutschen Schützenbund (DSB) oder den Bund der deutschen historischen Schützenbruderschaften (BDHS).

Diese Disziplin erfordert hohe Körperkontrolle, Konzentration und eine ruhige Hand, da bereits kleinste Zitterbewegungen den Treffer beeinflussen können.